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SERA.5001 in der Schweiz

Bezüglich der Umsetzung von SERA.5001 in der Schweiz auf Ende 2014, reichte das BAZL bei der EASA und der EU-Kommission auf Ersuchen und Argumentation des AeCS eine Derogation zu SERA.5001 ein. Diese sieht vor, dass in der Schweiz, anders als im übrigen Europa, wie bis anhin im Sichtflugverkehr im Höhenband zwischen 1000ft AGL und 2000ft AGL ausserhalb von Wolken und mit Bodensicht geflogen werden kann. Der AeCS begründete die Derogation mit der höher gelegenen Topographie der Schweiz (Gebirge) und dem Umstand, dass es kaum eine Möglichkeit gibt, die SERA-Grenze von 3000ft AMSL anzuwenden, wie dies in einem Grossteil von Europa der Fall ist.

Mit der Einführung von IFR im Golf bzw. IFR ohne ATC auf ausgewählten Regionalflugplätzen kann sich ein Interessenskonflikt zwischen IFR- und VFR-Verkehr abzeichnen, im Besonderen im Bereich des Wechsels von IFR zu VFR. Beim Herausfliegen aus der Wolke mit Übergang zum Sichtflug kann ein Kollisionsrisiko entstehen. Dies betrifft vor allem das Höhenband zwischen 1000ft und 2000ft AGL bei marginalen Wetterbedingungen, wo der VFR-Verkehr tendenziell allerdings weniger dicht ist.

Zwischen dem BAZL und den Stakeholdern wurde folgende Vorgehensweise zur Umsetzung von SERA.5001 in der Schweiz vereinbart:

  • Die Schweiz führt SERA 5001 grundsätzlich ein, wird aber die Derogation nicht zurücknehmen (von der EASA ist diese genehmigt, hingegen noch nicht von der EU-Kommission).
  • Die Schweiz führt IFR im Luftraum Golf ein und wird die entsprechende Verordnung in diesem Sinne anpassen.
  • Die Diskussionen im Zusammenhang mit der Schichtdicke des Luftraumes Golf werden im Zusammenhang mit den weiteren Arbeiten an einer gesamtschweizerischen Luftraum- und Infrastrukturstrategie vertieft geführt.
  • Im Band zwischen 1000ft und 2000ft AGL kann auch bei marginalen Wetterverhältnissen wie bis anhin im Sichtflug ausserhalb Wolken und mit Bodensicht geflogen werden, wenn das entsprechende Luftfahrzeug mit einem Transponder Mode S oder ADS-B ausgerüstet ist.
  • IFR-Luftfahrzeuge, die im Luftraum G operieren, müssen je nach Art und Grösse (Flächenflugzeug, Helikopter) mit ACAS I, ACAs II oder mindestens TAS ausgerüstet sein.
  • Das BAZL kann bei IFR-Anflugverfahren (IFR ohne ATC) zusätzliche Massnahmen zur Reduktion des Kollisionsrisikos anordnen, beispielsweise durch die Errichtung einer TMZ (Gebiet, in dem ein Transponder zwingend vorgeschrieben ist) oder RMZ (Luftraum mit Pflicht zur Hörbereitschaft um Flugplätze mit IFR An-/und Abflugverfahren).
  • Das BAZL hält dieses Vorgehen für umsetzbar, da der überwiegende Teil aller Motorflugzeuge mit Transpondern ausgerüstet sind und auch die Segelflieger im eigenen Interesse zunehmend Transponder einbauen.
  • Mit dieser Lösung werden für die Luftfahrtteilnehmer keine neuen, komplexen Regelungen geschaffen oder neue Luftraumstrukturen gebildet.